{"id":750,"date":"2017-03-07T12:14:32","date_gmt":"2017-03-07T11:14:32","guid":{"rendered":"http:\/\/rhoenklub-dipperz.de\/?page_id=750"},"modified":"2017-03-07T12:14:32","modified_gmt":"2017-03-07T11:14:32","slug":"birx","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/rhoenklub-dipperz.de\/index.php\/birx\/","title":{"rendered":"Birx"},"content":{"rendered":"<p><strong>Seniorenwanderung rund um das Hoch-Rh\u00f6ndorf Birx<\/strong><\/p>\n<p>Am 20. Mai 2010 fand die traditionelle Monatswanderung der Rh\u00f6nklubsenioren rund um das Rh\u00f6nd\u00f6rfchen Birx statt. Die Vorbereitung und Wanderf\u00fchrung der 25 Personen starke Gruppe oblag den wahren Rh\u00f6nkennern, Emmi und Ottmar Trapp.<\/p>\n<p>Je mehr wir uns dem Ausgangspunkt unserer Wanderung n\u00e4hern, um so mehrt verh\u00fcllen die Rh\u00f6nnebel die Landschaft. Ungeachtet dessen beginnen wir die Wanderung durch den Ort Richtung Dreil\u00e4ndereck, dessen ehemaliger Grenzwachtturm diesmal nicht zu erblicken ist. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-748\" src=\"http:\/\/rhoenklub-dipperz.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/014-300x225.jpg\" height=\"225\" width=\"300\" srcset=\"https:\/\/rhoenklub-dipperz.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/014-300x225.jpg 300w, https:\/\/rhoenklub-dipperz.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/014-768x576.jpg 768w, https:\/\/rhoenklub-dipperz.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/014-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/rhoenklub-dipperz.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/014.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Ein St\u00fcck des Weges begehen wir die Betonfahrbahn des ehemaligen eisernen Vorhangs. Ein Zielpunkt ist der Aussichtspunkt am Bildstein, der einen Einblick in die Gr\u00f6\u00dfe und Tiefe des gleichnamigen Basaltsteinbruchs bietet. Aufgrund des vorherrschenden Nebels bietet sich ein eigenartiger Blick so als ob man \u00fcber die Weite eines Meeres schaut. Ein kleiner Abstecher vom Wanderweg f\u00fchrt zum Gerstenstein.<\/p>\n<p>Ein Grenzzwischenfall ging hier 1962 in die deutsch-deutsche Geschichte ein: Der 20 Jahre alter Offiziersanw\u00e4rter Hilpert Spohr &nbsp;aus Heilbronn hatte zusammen mit drei Freunden einen Ausflug zur innerdeutschen Grenze unternommen und dabei den drei Meter &nbsp;hohen \u201eGerstenstein\u201c auf dem Gebiet der DDR trotz Warnschilder erklettert. Der DDR-Postenf\u00fchrer Lothar Kie\u00dfling &nbsp;sah die jungen M\u00e4nner auf dem Felsen und entschloss sich der \u201eGrenzprovokation\u201c ein Ende zu bereiten. Er soll nach einem Zuruf und Abgabe eines Warnschusses aus einer Entfernung von wenigen Metern mit dem Maschinengewehr auf die jungen M\u00e4nner geschossen und dabei einen der drei Besucher schwer verletzt haben.<\/p>\n<p>Ein sechs Meter langes Transparent mit der Aufschrift: \u201cAn dieser Stelle wurde der Gefreite &nbsp;Lothar Kie\u00dfling zum Verbrecher\u201c wurde auf Privatinitiative aufgestellt. Auf ostdeutscher Seite wurde eine Gegentafel errichtet, auf der Hilpert Spohr als Provokateur bezeichnet wurde.<\/p>\n<p>Nach der Wende, 36 Jahre nach dem Ereignis, wurde der Fall noch einmal vor Gericht aufgerollt und dabei festgestellt, dass nach dem Warnruf und Warnschuss sich keine Regung der Zugerufenen zeigte und durch Kie\u00dfling deshalb auf die Beine von Spohr geschossen wurde.<\/p>\n<p>Beide sollen sich danach ausgesprochen und vers\u00f6hnend die Hand gereicht haben.<\/p>\n<p>(Entnahme aus der aufgestellten Infotafel)<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-749\" src=\"http:\/\/rhoenklub-dipperz.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/018-300x225.jpg\" height=\"263\" width=\"350\" srcset=\"https:\/\/rhoenklub-dipperz.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/018-300x225.jpg 300w, https:\/\/rhoenklub-dipperz.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/018-e1488884650794-150x113.jpg 150w, https:\/\/rhoenklub-dipperz.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/018-768x576.jpg 768w, https:\/\/rhoenklub-dipperz.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/018-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/rhoenklub-dipperz.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/018.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/p>\n<p>Vernehmbares Hundegebell l\u00e4sst&nbsp; darauf schlie\u00dfen, dass wir uns Birx n\u00e4hern. Im Nebelgrau werden auch schemenhaft die ersten H\u00e4user sichtbar. Ein gepflegtes schmuckes D\u00f6rfchen ist es geworden, dessen Flurgrenze bis zum Dreil\u00e4ndereck reicht, wo Hessen, Bayern und Th\u00fcringen zusammentreffen. Bonifatius \u2013 so die Geschichte \u2013 soll es gegr\u00fcndet haben. Die Gemeinde war im 500 m Sperrgebiet und von Grenzsperranlagen nahezu eingegrenzt. Es bestand nur die M\u00f6glichkeit nach Osten in Richtung Frankenheim zu gelangen. Um 1961 wurden drei Familien (15 Personen) aus politischen Gr\u00fcnden ausgesiedelt. Dabei waren auch die Eigent\u00fcmer der Birxm\u00fchle in Richtung Seiferts, die sp\u00e4ter dem Erdboden gleichgemacht wurde. 1974 sollte Birx dem Erdboden gleichgemacht werden. Von diesem Vorhaben ist man aber seitens der DDR-Oberen zum Gl\u00fcck wieder abgekommen. Die Geschichte von Birx ist eng mit dem benachbarten Frankenheim verbunden. Birx liegt 750 m hoch und hat ca. 190 Einwohner. Die schlichte kleine Kirche im neuromanischen Stil wurde 1870 erbaut. Sie zu besuchen und das \u201eLobe den Herren\u201c erklingen zu lassen, war f\u00fcr uns eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit.<\/p>\n<p>Im Gasthaus \u201eRh\u00f6nst\u00fcbchen\u201c bei Kaffee und Kuchen und\/oder einem Gl\u00e4schen Gerstensaft wird noch in geselliger Runde der eine oder andere Gedanke ausgetauscht und findet die gelungene Nachmittag seinen Ausklang.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seniorenwanderung rund um das Hoch-Rh\u00f6ndorf Birx Am 20. Mai 2010 fand die traditionelle Monatswanderung der Rh\u00f6nklubsenioren rund um das Rh\u00f6nd\u00f6rfchen Birx statt. 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