{"id":768,"date":"2020-03-03T14:00:37","date_gmt":"2020-03-03T13:00:37","guid":{"rendered":"http:\/\/rhoenklub-dipperz.de\/?page_id=768"},"modified":"2020-03-03T14:00:37","modified_gmt":"2020-03-03T13:00:37","slug":"eckweisbach","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/rhoenklub-dipperz.de\/index.php\/eckweisbach\/","title":{"rendered":"Eckweisbach"},"content":{"rendered":"<p><strong>Rh\u00f6nklubsenioren im Scheppenbachtal<\/strong><\/p>\n<p>Der M\u00e4rzwanderung der Dipperzer Rh\u00f6nklubsenioren f\u00fchrte in das Scheppenbachtal. Wanderf\u00fchrerin Friedel Barthelmes konnte 22 Rh\u00f6nklubfreunde bei sonniger aber doch noch etwas k\u00fchler Witterung am traditionellen Treffpunkt am B\u00fcrgerhausparkplatz mit einem herzlichen \u201eFrisch auf\u201c begr\u00fc\u00dfen. Mit PKW\u2019s ging es \u00fcber das Grabenh\u00f6fchen hinunter in das liebliche Tal des Scheppenbaches nach Liebhards. Hier konnte man feststellen, dass der Winter die hohe Rh\u00f6n noch etwas kr\u00e4ftiger als unsere Vorderrh\u00f6n im Griff hat. Ziel unserer ersten Wanderetappe ist die kleine Kapelle oberhalb der Eckweisbacher Hute neben dem Ziegelhof. Zun\u00e4chst geht es den sogenannten Silberhauck Richtung Kesselhof bergan, um das Rauschelbacht\u00e4lchen zu durchschreiten. Gem\u00fctlich \u00fcberwinden wir die H\u00f6he und schon begr\u00fc\u00dft uns die kleine Bergkapelle als wahres christliches Rh\u00f6ner Kleinod. Sie befindet sich in Privatbesitz des Ziegelhofbauern und wurde von ihm gemeinsam mit verschiedenen G\u00f6nnern vor einigen Jahren grundlegend restauriert. Sie befand sich zuvor in einem j\u00e4mmerlich verfallenen Zustand. Erg\u00e4nzt wird der als Garten gestaltete Vorplatz von 14 neu geschaffenen Kreuzwegstationen. Allj\u00e4hrlich am 15. August, dem Fest Maria Himmelfahrt, findet dort ein festlicher Gottesdienst statt, der auch von einigen Dipperzer Rh\u00f6nklubmitglieder immer wieder gern besucht wird. Durch einige Schneewehen geht es auf der H\u00f6he entlang Richtung Eckweisbach. Einen herrlichen Ausblick er\u00f6ffnet sich in das noch wei\u00df gekleidete Scheppenbachtal mit den vor uns liegenden D\u00f6rfern Liebhards und Eckweisbach sowie der Milseburg im Westen und dem Auersberg mit seiner Burg im Osten.<\/p>\n<p>In Eckweisbach statten wird zun\u00e4chst der m\u00e4chtigen St.-Michaels-Kirche einen Besuch ab. Bernhard Weber l\u00e4sst die Wanderer einiges \u00fcber die Geschichte der Pfarrgemeinde und des Gotteshauses wissen, die im folgenden kurz wieder gegeben wird. Im Jahre 1420 geh\u00f6rte Eckweisbach \u2013 wie nahezu die gesamte Vorderrrh\u00f6n \u2013 zur 1093 errichteten Gro\u00dfpfarrei Margretenhaun. Im Jahr 1682 erfolgte aus Kleinsassen und Eckweisbach die Gr\u00fcndung einer selbst\u00e4ndigen Pfarrei, die von 1722 bis 1867 w\u00fcrzburgisch war. In dieser Zeit wirkte u. a. ein Kaplan namens Julius Sell aus Premig in der N\u00e4he von Bischofsheim. Nach Eckweisbach wurde dieser in einen Ort im Frankenland versetzt. \u00dcberlieferungen besagen, er sei an Heimweh nach Eckweisbach, wo er viel Liebe gefunden habe, verstorben. Er hat das Kreuz auf dem Friedhof gestiftet und als er zum Sterben kam, gab er seinen letzten Willen kund: \u201eSein Herz sollte auf dem Friedhof von Eckweisbach ruhen.\u201c Dieser Wunsch wurde ihm erf\u00fcllt. Zwei seiner Br\u00fcder brachten das Herz in einer Glaskapsel nach Eckweisbach wo es auf dem dortigen Friedhof beigesetzt wurde. Dort ist heute noch seine Grabplatte vorhanden.<\/p>\n<p>1903 wurde Eckweisbach eine selbst\u00e4ndige Pfarrei. Wie aus der Dorfordnung hervorgeht, hatte Eckweisbach bereits 1680 eine Kirche. Anstelle dieses Gotteshauses wurde nach einem Brand 1749 eine neue Kirche errichtet. Dieses Gotteshaus wurde Ende des 19. Jahrhundert bauf\u00e4llig und gen\u00fcgte der wachsenden Seelenzahl nicht mehr. Der damalige Lokalkaplan Emil Atzert \u00fcbernahm das schwere Werk, die heutige Kirche zu bauen. Er wurde auch der erste Pfarrer der jungen Pfarrei. Die Baupl\u00e4ne stammen von dem Di\u00f6zesanbaumeister G\u00fcldenpfennig aus Paderborn. Ausgef\u00fchrt wurde der Bau durch den Baumeister Justus Wiegand aus Rasdorf. Die Grundsteinlegung erfolgte am 31. Juli 1898. Ein Jahr sp\u00e4ter schon am 7. August 1899 \u2013 also 150 Jahre nach der Weihe des alten Gotteshauses \u2013 fand die Weihe durch den Fuldaer Bischof Adalbert Endert&nbsp; statt. Es war seine erste Kirchweihe des noch jungen Bischof.<\/p>\n<p>Die Kirche ist eine gotische Hallenkirche mit drei Schiffen. Der alte Turm blieb erhalten und wurde in das rechte Seitenschiff mit einbezogen. Die Decke besteht aus Kreuzgew\u00f6lben, die von sechs runden Sandsteins\u00e4ulen getragen werden. Der Turm hat eine Gesamth\u00f6he von 42 Meter. Der Chorraum verf\u00fcgt \u00fcber drei wunderbare Fenster mit Glasgem\u00e4lden.<\/p>\n<p>Der Hochaltar ist in seinem Unterbau aus Sandstein gearbeitet und mit einem mit Ma\u00dfwerk verziertem, feinsten Kalkstein verkleidet. Der stilgerechte gotische Aufbau besteht aus Eichenholz und entstammt einer w\u00fcrzburgischen Kunstschreinerei. Links vom Tabernakel ist die Verk\u00fcndigung Jesu Geburt und rechts die Geburt in Holzschnitzerei dargestellt. Ein herrlicher Schmuck der Kirche stellen ferner der linke Seitenaltar &#8211; ein Fl\u00fcgelaltar im Stile der Sp\u00e4tgotik \u2013 sowie der Kreuzweg dar.&nbsp; Insbesondere seit der letzten grundlegenden Renovierung in den Jahren 1997 und 1998 gleicht das Gotteshaus sowohl im Innern als auch au\u00dfen einer Perle, das einige nicht allt\u00e4gliche Sehensw\u00fcrdigkeiten in sich birgt. Sein Besuch vielleicht anl\u00e4sslich einer Tour in die Rh\u00f6n ist jedem zu empfehlen.<\/p>\n<p>Schon Tradition einer Seniorenwanderung ist eine Einkehr bei Kaffee und Kuchen in gem\u00fctlicher Runde, die dieses Mal im Gasthaus \u201eK\u00fchler Grund\u201c in Eckweisbach stattfand.<\/p>\n<p>Text und Fotos: Bernhard Weber&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rh\u00f6nklubsenioren im Scheppenbachtal Der M\u00e4rzwanderung der Dipperzer Rh\u00f6nklubsenioren f\u00fchrte in das Scheppenbachtal. Wanderf\u00fchrerin Friedel Barthelmes konnte 22 Rh\u00f6nklubfreunde bei sonniger aber doch noch etwas k\u00fchler Witterung am traditionellen Treffpunkt am B\u00fcrgerhausparkplatz mit einem herzlichen \u201eFrisch auf\u201c begr\u00fc\u00dfen. Mit PKW\u2019s ging es \u00fcber das Grabenh\u00f6fchen hinunter in das liebliche Tal des Scheppenbaches nach Liebhards. 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