{"id":789,"date":"2017-03-08T12:18:17","date_gmt":"2017-03-08T11:18:17","guid":{"rendered":"http:\/\/rhoenklub-dipperz.de\/?page_id=789"},"modified":"2017-03-08T12:18:17","modified_gmt":"2017-03-08T11:18:17","slug":"kulturtour-in-fulda","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/rhoenklub-dipperz.de\/index.php\/kulturtour-in-fulda\/","title":{"rendered":"Kulturtour in Fulda"},"content":{"rendered":"<p>Die Monatswanderung im Januar 2017 f\u00fchrte nach Fulda zu verschiedenen Weihnachtskrippen und in die historischen R\u00e4ume des Stadtschlosses.<\/p>\n<p>Die 1. Station ist die Krippe in der Klosterkirche auf dem Frauenberg. Sie wurde 1960 entworfen und gestaltet von der im Fuldaer Raum bekannten Schnitzer- und Modelliererin Sibylle G\u00e4rtner, die urspr\u00fcnglich aus K\u00f6ln stammte und sp\u00e4ter im Fuldaer Raum sch\u00f6pferisch wirkte. Von ihr stammen zahlreiche Krippen u. a. die in der Stadtpfarrkirche oder in Dietershausen. In diesem Rh\u00f6ner verbrachte sie auch ihren Lebensabend bei den Sch\u00f6nstattschwestern wo auch ihre letzte Ruhst\u00e4tte sich befindet. Die Krippe auf dem Frauenberg wird allj\u00e4hrlich von den Fuldaer Krippenfreunden aufgebaut. Die Vorg\u00e4ngergrippe auf dem Frauenberg ist vielleicht noch den \u00e4lteren Menschen von ihren Besuchen her bekannt. Die Figuren waren aus Wachs. Diese Krippe wurde 1903 von der hessischen Landgr\u00e4fin Anna gestiftet, die bekanntlich als einzige Frau im Fuldaer Dom beigesetzt ist. Die Krippe befindet sich heute im Vonderaumuseum.<\/p>\n<p>Die 2. Station f\u00fchrt in die Michaelskirche. Die vor dem Hauptaltar aufbaute Krippe wirkt passend und eindrucksvoll zu dem historischen Sakralgeb\u00e4ude.<\/p>\n<p>Die 3. Station ist die Krippe im Hohen Dom zu Fulda. Es handelt sich hier um eine hochwertige Barockkrippe aus dem Jahre 1953, dessen Aufbau der K\u00fcster im vorigen Jahr neu gestaltet hat. Die Figuren stammen von dem bekannten Schnitzer Josef Hien aus Ottobrunn. Die Bekleidung hat eine K\u00fcnstlerin aus Paderborn entworfen. Die Neuanschaffung der Krippe erfolgte, weil die vorhandene Krippe angeblich zu pomp\u00f6s erschien.<br \/>\nWie kam es zur Entstehung des Krippenbrauchtums? Als Sch\u00f6pfer und Urheber der Weihnachtskrippe wird sehr h\u00e4ufig Franz von Assisi genannt. Er soll nach einer Legende im Jahre 1223 am Weihnachtsabend mitten im Wald eine Krippe mit Menschen und Tieren als Darstellern aufgebaut haben und den dort anwesenden Gl\u00e4ubigen das Weihnachtsevangelium vorgetragen haben. In Deutschland hat sich der Krippenbau erst gegen Ende des 16.Jahrhunderts ausgebreitet. Zu Beginn waren es zun\u00e4chst die Kirchen, Kl\u00f6ster und die gro\u00dfen Herrscher, die den Bau von Krippen bei den K\u00fcnstlern in Auftrag gaben. Die Weihnachtskrippe selbst ist ein katholisches Element. Die katholische Kirche in Deutschland bediente sich ihrer insbesondere im Zuge der Gegenreformation. Damit wollte man den Menschen, die fr\u00fcher zum gr\u00f6\u00dften Teil nicht lesen konnten, das weihnachtliche Geschehen anschaulich machen und nahe bringen. So ist es verst\u00e4ndlich, dass eine gro\u00dfe Zahl der Krippen im \u00fcberwiegend katholischen Bayern zu finden ist.<\/p>\n<p>Ein weiterer H\u00f6hepunkt des Rundganges durch eine der sch\u00f6nsten Bereiche Fuldas war der Besuch unter fachkundiger und aufgelockerter F\u00fchrung durch die historischen R\u00e4ume des Stadtschlosses. Dieses historische Ensemble bildet einen glanzvollen Mittelpunkt unter den profanen Bauwerken, die Residenz der Fuldaer F\u00fcrst\u00e4bte und F\u00fcrstbisch\u00f6fe. Das Geb\u00e4ude wurde in den Jahren 1708 bis 1714 errichtet. Der Baumeister der Schlossanlage, die auf den Vorg\u00e4ngerbauten entstand, war Johann Dietzenhofer, der bekanntlich auch den barocken Dom erbaute. Auftraggeber war F\u00fcrstabt Adalbert von Schleiffras. Die historischen R\u00e4ume der ehemaligen Residenz der Fuldaer F\u00fcrst\u00e4bte bieten einen Blick in die Lebenswelt der damaligen Zeit. Besichtigt werden konnten mit dem F\u00fcrstensaal als dem Festsaal mit seinen Nebenr\u00e4umen. Ebenso war der Rundgang durch die Wohnung der F\u00fcrst\u00e4bte, die um 1730 ausgestattet wurden, eingeschlossen. Eine Sammlung mit Porzellan aus der Manufaktur in Fulda, dessen Material aus der Grube bei Abtsroda gewonnen wurde.- , war ebenso zu sehen, wie die Prunkr\u00e4ume aus dem 19. Jahrhundert. Eine Besonderheit bot der Blick in den Spiegelsaal als ein wahres Schmuckst\u00fcck.<\/p>\n<p>Die kulturelle Wanderung fand ihren gem\u00fctlichen Abschluss im Caf\u00e9 Pr\u00fcfer mit leckerem S\u00fc\u00dfem und wohl duftendem Kaffee, zwar nicht serviert mit f\u00fcrst\u00e4btlichen Porzellan, aber dennoch wohlschmeckend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Monatswanderung im Januar 2017 f\u00fchrte nach Fulda zu verschiedenen Weihnachtskrippen und in die historischen R\u00e4ume des Stadtschlosses. Die 1. Station ist die Krippe in der Klosterkirche auf dem Frauenberg. 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