Fischzucht Groß | Rhönklub Zweigverein Dipperz e.V.

Fischzucht Groß

Die Skala des Thermometers am Donnerstag, den 13. August,  zeigt 30 Grad an, als sich 13 Rhönklubfreunde zur Wanderung aufmachen. Gott sei Dank verläuft der weit überwiegende Teil der Strecke im erträglichen Schatten im idyllischen oberen Fuldatal, durch das ein kühlendes Lüftchen zieht. Ausgangspunkt des Weges ist der Stadtteil Altenfeld  bis vor die Tore des Rhönstädtchens Gersfeld zum Fischzuchtbetrieb Groß, bei dem wir zu einer Führung angemeldet sind.

Dort empfängt man uns sehr gastfreundlich und bietet der Witterung geschuldet zunächst ein kühles Getränk an. Herr Kreß  von der Belegschaft, die zur Zeit 17 Personen umfasst, gibt zunächst einen kurzen historischen Einblick in den Betrieb, der 1882 von einem Eligeus Groß aus Dietershausen gegründet wurde, später bekannt unter der Bezeichnung „Fischzucht Rhönforelle“. Bachforellen seien damals eine exklusive Köstlichkeit gewesen, die in  sogenannten Schüttelfäsern aus der Haune und  später aus den angelegten Teichen zwischen Friesenhausen und Dietershausen  zur Anlage in Dietershausen transportiert wurden. Später siedelte man an die wasserreichere  Fulda,  zu dem heutigen Gersfelder Standort. Er wird zur Zeit in der vierten Generation geführt. Der Schwerpunkt des Betriebes liegt in der Aufzucht, dem Handel und Vertrieb von lebenden Besatzfischen , das heißt den Verkauf  zur Weiterzucht zum Beispiel an Angelvereine oder Fischbetriebe.

Es schließt sich eine Rundgang um die Teiche und die zahlreichen Becken mit den verschieden Fischarten an. Wesentlicher Betriebszweig ist die Zucht von Stören. Es werden derzeit fünf verschiedene Arten vermehrt, darunter der seltene „Beluga-Stör“, wie er in Russland genannt wird. Die Tiere werden des Kaviars und ihres wohlschmeckenden Fleisches wegen gezüchtet.

Am Ende des interessanten und informativen  Rundganges durch den Betrieb, einschließlich des Schlachthauses und der Räucheranlage, gibt es eine reichliche und wohlschmeckende  Kostprobe in Form von geräucherten Fischhäppchen u. a. auch vom Stör; der Nachtisch mit verschiedenen Kuchen rundet den Imbiss ab. Reichlich gestärkt fällt der Rückweg nach Altenfeld – zumal es talabwärts geht – nicht schwer. Alles in allem war es eine informative und interessante Wanderung.

Stör
geräucherte Forelle

 

 

 

 

 

Die  Fotos zeigen einen Stör und die goldgelb geräucherten Forellen.

Text: Bernhard Weber
Fotos: Angela Wünnenberg